Tarot

Die ältesten, in einem Museum zur Ansicht ausgestellten Karten des Tarot, stammen aus dem Jahre 1392. Forscher des Altertums sind sich jedoch sicher, dass der wahre Ursprung dieser Orakelkarten Tausende von Jahren zurückliegt, wobei es hierfür aber nur Thesen und keine wirklichen Beweise gibt. Das Tarot ist ein Kartendeck, dessen Bilder und Symbole der Ursprache der Seele entsprechen. Wobei hier nicht nur die im Laufe der Zeit vergessenen persönlichen Erinnerungen gemeint sind, sondern die Gesamtheit der menschlichen Erinnerungen, die C.G. Jung als das kollektive bzw. gemeinschaftliche Unbewusste bezeichnete. Die Wurzel vieler Probleme basiert auf der einseitigen, verstandesmäßigen Entwicklung des menschlichen Geistes. Dieser unterbindet auch den Kontakt zu der tieferen geistigen Schicht des Unbewussten, in welcher aber letztendlich die Lösung aller Fragen zu finden ist. Die Tarotkarten bauen eine Brücke zwischen diesen zwei gedanklichen Welten, führen den Fragen hin zum Weg ins kollektive Unbewusste und öffnen ihm vertrauensvoll die Tore, die ihn zu seinen eigenen Antworten führen. Kenner der Materie bezeichnen das Tarot als eine Art Schatzkiste mit mystischem und geheimnisvollem Inhalt. Wobei dieser natürlich rein geistiger Natur ist und sich auf die Geheimnisse zwischen Himmel und Erde bezieht. Deshalb auch die Unterteilung in große und kleine Arkana. Arkana ist die Pluralform des lateinischen Wortes „Arcanum“, welches in der Übersetzung „Geheimnis, in einer Kiste verborgenes“ bedeutet. Im Gegensatz zur großen Arkana ist die kleine Arkana in Serien (Stäbe, Kelche, Schwerter, Münzen) unterteilt und befasst sich mit den alltäglichen Situationen des menschlichen Daseins. In der großen Arkana steht jede Karte für sich und hat einen eigenen Namen. Jedes Bild symbolisiert einen eigenen Aspekt des menschlichen Lebens, das in seiner gesamten Faszination vom Tarot gespiegelt und aufgeschlüsselt werden kann.

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